Muttertag & meine Killerschwester
Meine Schwester I. hatte am Samstag einen kleinen Autounfall - ihr ist ein Reh vor den Wagen gerannt... eine Situation, in die wohl viele Autofahrer - so ungefähr einmal- im Leben kommen. Nicht schön. Das Reh ist blitzschnell, der Aufprall ohrenbetäubend und der Schreck zieht einem tief in die Knochen. Zum Glück ist Schwester I. nichts passiert.
Der Wagen ist also in der Werkstatt und Schwester I. kommt mit nem Leihwagen zur Muttertags-Familienrunde. Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag auf der Terasse, grillen und essen gemeinsam und quatschen... gegen 19:00 machen sich die Töchter wieder auf den Weg in die Wahlheimaten. Um 19:10 klingelnd mein Handy. Schwester I., am anderen Ende teilt mir ganz trocken mit: "Dany, ich hab ein Reh tot gefahren". "Ja, ich weiß", denke und sage ich... doch schon in der nächsten Sekunde ahne ich, dass sie nicht das Reh vom Samstag meint....
Die Wahrscheinlichkeit, dass einem an zwei aufeinander folgenden Tagen zweimal ein Reh vor den Wagen läuft, kommt vielleicht einem Lottogewinn nahe..., oder? Ist schon irgendwie unheimlich.
Ich bin anschließend mit 40km/h nach Hause getuckert.
PS: Nach dem ersten Schock, tragen es alle mit fassungslosem Kopfschütteln und angeschwärztem Humor. Der Polizist empfiehlt, einen Jagdtschein zu machen, das käme auf Dauer günstiger.... Rehe im Münsterland sollten sich warm anziehen: Killerschwester I. streift durch die Wälder!
da hilft nur noch galgenhumor...